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Verbindende Entscheidungsfindung wirkt!
· von Human Matters · 3 Min. Lesezeit
Empathie Feedback Konflikte Gefühle Bedürfnisse
Unfassbar einfach und besonders wirksam
Wir sehen, wie Verbindende Entscheidungsfindung in Organisationen für schnelle und kraftvolle Beschlüsse sorgt. In einer schnell veränderlichen Gesellschaft sind das Aufgreifen von Chancen und das Umschalten bei Rückschlägen wesentlich für die Zukunft der Organisationen. Verbindende Entscheidungsfindung ist einfach zu lernen. Sie ist anders – und besonders wirksam.
Was sind die Geheimnisse dieser anderen Art zu entscheiden?
- Lösungen entstehen, indem auf Bedürfnisse, Werte und Interessen fokussiert wird. Mehrere Bedürfnisse lassen sich leicht in eine konkrete Lösung übersetzen. Anders, als wenn Sie zwei konkrete Lösungen zu einem Kompromiss zusammenführen müssen. Mit Verbindender Entscheidungsfindung suchen wir kreative Lösungen, in denen alle Bedürfnisse und Werte so gut wie möglich erfüllt werden. Das heißt auch, sich von der „idealen” Lösung zu lösen, die alles ein für alle Mal regelt.
- Die Emotionen der Entscheidenden wirken als kollektiver Kompass beim Erkunden von Kontext, Problem oder Konflikt. Jeder Beteiligte spürt gewissermaßen, ob etwas funktioniert. Frust, Unbehagen und Unsicherheit sind ideale Barometer, die anzeigen, dass Lösungen nachjustiert werden sollten. Mit Verbindender Entscheidungsfindung wird im Dialog und mit Empathie nach der bestmöglichen Lösung gesucht – mit Blick auf alle Beteiligten.
- Eine besondere Technik bei Verbindender Entscheidungsfindung ist das Messen des Widerstands bei Vorschlägen. Das gibt ein objektives Bild davon, was ein Vorschlag wert ist und wo aus konkretem, wertegeleitetem Feedback noch Verbesserung möglich ist. Den Status quo mit einer im Detail ausgearbeiteten Lösung zu vergleichen, zeigt schwarz auf weiß, wo eine Organisation mehr profitiert. So entstehen die bestmöglichen Wahlen und Entscheidungen – auch wenn wir wissen, dass weiter wachsende Einsichten noch bessere Lösungen bringen werden.
- Oft stocken Verhandlungen oder Entscheidungen. Man steckt fest. Es gibt eine Sackgasse, aus der „normales” Verhandeln nicht mehr herausführt. Es dauert so lange, dass jede Entscheidung schon überholt ist, bevor sie umgesetzt wird. Sich von demokratischen Prinzipien leiten zu lassen, führt oft dazu, dass eine relative Mehrheit von 25 % bestimmt, was die 75 % geteilte Mehrheit zu tun hat. Verbindende Entscheidungsfindung geht über das demokratische Abstimmen hinaus. Durch die Technik der Suche nach „dem geringsten Widerstand” werden möglichst viele Bedürfnisse, Interessen und Werte berücksichtigt. Lösungen sind dann oft kreative Konstruktionen, die alle Faktoren mitnehmen – und in denen es nur Gewinner gibt.
Verbindende Entscheidungsfindung in Kürze
- Wissen Sie, wohin Sie wollen: Klarheit über das Endziel.
- Erkunden Sie zuerst alle Meinungen, bevor Sie Lösungsvorschläge formulieren.
- Gehen Sie in den Dialog und denken Sie die Bedürfnisse und Werte aller mit.
- Spüren Sie, wo wenig Widerstand ist.
- Treffen Sie schnelle Entscheidungen, mit denen Sie vorankommen.
- Eine Lösung, in der sich alle anerkannt wissen, wird breiter getragen und wirkt besser.