Erfolg und Engagement in Familienunternehmen: Entscheidungen treffen
Um mit den Anteilseignern eines Familienunternehmens auf einer Linie zu bleiben, braucht es Kommunikation. Und um Erfahrungen, Einsichten und unterschiedliche Meinungen zu einer kraftvollen Vision und klugen Strategien zu bündeln, braucht es mehr als ein loses Plaudern und blindes Vertrauen. Erfolg ist immer Ergebnis von gezieltem Unternehmertum, Mut, Durchhaltevermögen und ein bisschen Glück.
Kommunizieren Sie mit der ganzen Familie
In Familienunternehmen, die über Generationen wachsen, wächst auch die Zahl der Familienmitglieder. Cousins und Cousinen, die einander vor allem als Mitanteilseigner kennen, haben jedes Interesse, organisiert miteinander zu kommunizieren. Aus Verbindender Kommunikation heraus empfehlen wir, mit Kreisen zu arbeiten. Konkret heißt das: Jede und jeder kann die Stimme aus einer Untergruppe einbringen. Vertreter jedes Kreises tauschen sich in einem zentralen Kreis aus. Im zentralen Austausch sorgen sie im Namen aller aus ihrem jeweiligen Kreis. Entscheidungen werden nach dem Prinzip „good enough” getroffen. Das heißt: Es wird nach Entscheidungen mit möglichst wenig Einwänden gestrebt. Die Akzeptanz dieser Arbeitsweise liegt deutlich höher als bei demokratischen Entscheidungen, in denen 51 % ihre Wahl den anderen 49 % aufzwingen können. Das Arbeiten mit Kreisen funktioniert auf mehreren Ebenen. Bis zu drei hierarchische Ebenen ist dieses System einfach handhabbar. Voraussetzung ist die Bereitschaft, in Verbindung zu sein, und das Bewusstsein, dass alle für sich sorgen und im Einklang mit anderen leben wollen.
Macht als etwas Gemeinsames nutzen
Ein Machtkampf ist immer Energieverlust – jemand will die eigene Meinung durchdrücken oder andere vor vollendete Tatsachen stellen. Wir sprechen hier von „power over”. Aus Verbindender Kommunikation heraus wollen wir vor allem ermutigen, Lösungen zu finden, in denen alle sich wiederfinden. So entsteht ein „power with”, bei dem alle gewinnen. Die Energie, die Menschen in ihre Kommunikation stecken, ist darauf gerichtet, das gemeinsame Interesse so zu führen, dass jede Person Vorteile davon hat. Wesentlich sind dabei die Sorge um Verbindung, die Bereitschaft zuzuhören und die Bereitschaft, kurz und klar zu sagen, was man selbst will.
Verbindende Kommunikation zu lernen ist leicht und schwer zugleich. Leicht, weil viele schon durch ein Buch oder eine kurze Schulung praktische Anregungen finden. Bewusst auf die eigene Kommunikation zu schauen und nach Alternativen zu suchen, hat oft einen direkten Effekt. Andererseits verlangt es viel Übung, Verbindende Kommunikation in den Alltag zu integrieren. Eigene Automatismen wie urteilendes Denken, die Überzeugung, andere „müssten”, mangelndes aktives Zuhören, Selbstvorwürfe und Schuldgefühle aufzubrechen, braucht Zeit und bewusstes Üben. Fehler sind dabei unvermeidlich – und sie machen zu dürfen, eine wunderbare Lernschule. Die Absicht, in Verbindung zu sein, macht diese Ausrutscher mehr als wett.
Wer mehr wissen möchte: In unserem offenen Angebot finden Sie sicher eine passende Schulung.