Erfolg und Engagement in Familienunternehmen
Gute Kommunikation ist für jedes Unternehmen wesentlich. In einem Familienunternehmen spielen neben geschäftlichen auch persönliche Verhältnisse mit. Die Komplexität dieses Zusammenspiels verlangt umso mehr eine bewusste Kommunikation. Wie sorgen Sie dafür, dass die Generationen so zusammenarbeiten, dass das Unternehmen die Impulse bekommt, weiter zu wachsen und sich in einem stetig veränderlichen Markt zu behaupten? Wie stimmen Sie die Kommunikation zwischen Familienmitgliedern ab, die sich sehr gut kennen, und denen, die sich nur als Anteilseigner desselben Unternehmens kennen? Wie sorgen Sie für die Bedürfnisse der Beteiligten – Autonomie, Gehörtwerden, Dazugehören, Sicherheit? Wie übersetzen Sie Reibungen und Konflikte in gute, tragfähige Vereinbarungen?
Das Konzept Verbindender Kommunikation gibt Anregungen, die Kommunikation optimal zu gestalten – damit der Erfolg des Familienunternehmens über mehrere Generationen gesichert bleibt.
1. Sorgen Sie für Verbindung
Wenn Familienmitglieder einander regelmäßig in entspannter Atmosphäre treffen, lernen sie sich als Menschen mit eigenen Interessen und einer eigenen Art zu leben kennen. Die Freude bei diesen Treffen übersetzt sich in Herzlichkeit und gegenseitiges Verständnis. So entsteht auch ein Klima von Verbindung, wenn die Familie sich für geschäftliche Themen trifft.
2. Emotionale Intelligenz nutzen
Gefühle geben sinnvolle Information über das Bedürfnisleben von Menschen. Angenehme Gefühle sind Signale erfüllter Bedürfnisse. Unangenehme Gefühle machen bewusst, dass bestimmte Bedürfnisse zu kurz kommen. Die Kraft Verbindender Kommunikation besteht darin, aus Bedürfnissen heraus zu kommunizieren. Das bringt eine gewisse Verletzlichkeit, die in Verbindung mit Selbstvertrauen oft in Engagement und Verbindung mündet.
Indem Sie das Bewusstsein für Gefühle und Bedürfnisse mit geschäftlich-ökonomischem Denken verbinden, stehen Menschen mehr in ihrer Kraft. So entsteht ein Klima, in dem sie einander wirklich begegnen. Die Begegnung führt dazu, dass sie gemeinsam denken und vom „Meinen” und „Deinen” loskommen. Das Sorgen für sich und das Sorgen füreinander gehen ineinander über.
3. Sagen, was zu sagen ist
Verbindende Kommunikation regt an, jede Botschaft klar und respektvoll zu bringen. Ein wichtiges Prinzip dabei: Jedes Urteil, jeden Vorwurf und jeden Zynismus in klare Botschaften verwandeln, in denen Menschen aus ihren Bedürfnissen und Werten heraus sprechen. Indem Sie Erwartungen als Einladungen aussprechen, nicht als Forderungen, sind Menschen eher bereit, nach Vereinbarungen zu suchen, in denen alle sich wiederfinden.
4. Prüfen Sie Deutungen
Deutungen und Annahmen entstehen aus Beobachtungen. Oft bekommen diese Gedanken ein Eigenleben. Um das zu verhindern, ist es sinnvoll, Deutungen zu prüfen. Hat der andere wirklich die Meinung, dass …? Oder stimmt es, dass jemand etwas vorhat? Wichtig ist, dass Sie jedes Urteil weglassen und in der Frage durchklingen lassen, aus welchen Beobachtungen Sie das denken. Z. B.: „Ich habe dich noch nicht auf der Hauptversammlung gesehen. Hast du keine Lust mehr, mitzudenken, oder hast du sehr viel zu tun?” Wer ohne Urteil fragt, bekommt meist schnell Klarheit darüber, wie der andere etwas sieht.
5. Hören Sie zu, bevor Sie sprechen
Wirkliches Zuhören mit Interesse tut meist gut. Durch Zuhören entsteht Raum. Raum, selbst etwas zu sagen, und vor allem gegenseitiges Verständnis. Verbindende Kommunikation regt an, auf dahinterliegende Bedürfnisse und Gefühle zu hören. Menschen sprechen meist, weil sie gehört werden wollen und weil sie für ihre Bedürfnisse sorgen wollen. Durch aktives, nicht-urteilendes Zuhören entsteht meist ein Kontakt, in dem Menschen einander vertrauen lernen. Sie sehen, dass der andere ein Mensch ist wie sie selbst, jemand mit Gefühlen, Bedürfnissen und Wünschen. Im Zuhören fühlen sich Menschen angenommen und sind bereit, sich offener zu zeigen.
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